Max Mustermann…

…ist Österreichs Vorzeigebürger, der meist als erster einen neuen Reisepass oder Führerschein hat oder begeistert irgendwelche nagelneuen Formulare ausfüllt, die danach stolz der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Doch wie heißt eigentlich sein Amtskollege in Holland? Jan Modaal ist dort der fleißig Vorzeigenamen der Nation. Jedes Land braucht seinen Otto Normalverbraucher und wenn man im Urlaub in Vietnam kein Geld mehr haben sollte, ist es nicht empfehlenswert die Hotelrechnung mit Người dấu tên zu unterschreiben, da sonst sofort klar ist was läuft.

Mehr zu diesem Thema findet man auf dem Funny Name Server. Viel Spaß!

Österreichische Arbeitkräfte gefragter den je

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Gerade im Winter sind Saisonkräfte gefragt wie nie. Diesmal jedoch nicht als Import für den Tourismus in Tirol, sondern als Exportartikel vom Mieminger Plateau. Eine 32 Meter Fichte aus Obsteig hat heuer den Jackpot der Weihnachtsbäume geknackt und ist die Attraktion beim Weihnachtsmarkt in Frankfurt.

Die Touristiker freuen sich über diesen hohen Werbeeffekt, während Naturschützer die Entwicklung skeptisch beobachten und den Nadelprofi lieber in heimischen Gefilden sehen würden. Dieser Export heimischer Vorzeigeprodukte ist wörtlich “rausgschmissenen Geld der Bildungspolitik”.

Die Argumente sind durchaus nachvollziehbar, müssen doch österreichische Steuerzahler für Baumschule und Erziehung aufkommen. Die Investition in unsere Zukunft steht nun von tausenden Glühlampen erhellt in der deutschen Millionenstadt, weil die Jobaussichten für eine hochentwickelte 32 Meter Fichte in Tirol einfach zu gering sind

Das AMS ist dieser Entwicklung wegen besorgt und bemüht sich bereits für die Zukunft, arbeitslosen Weihnachstbäumen über 20 Metern eine Umschulung zum Maibaum zuzusagen. Ein Sprecher der Holzindustrie belächeln dieses Vorgehen mit dem Argument: “Wenns heutzutage keine Betonschwellen nit geben würd, tät über dei nutzlosen Bretter der Zug foahrn!”

Uns bleibt nur zu hoffen, dass die Obsteiger Fichte eine steile Karriere im Ausland machen wird und später ihre Erfahrungen als Gastdozent an heimischen Baumschulen weitergeben kann.

Infos dazu.

Bild: Photocase.de

Mein altes Antidreckativum

Um wieder etwas Belangloses zu posten muss ich die Geschichte meiner Antidreckschleudern zum Abschluß bringen. Wie berichtet hatte die Konsumkinderwohnanlage ja im Juli die Neuanschaffung einer Antidreckschleuder beschlossen. Die Alte fristete daraufhin ein eher sinnlos, frustriertes Dasein im offiziellen Saubermachschrank. Da der Platz in meiner Wohnanlage allerdings etwas beschränkt ist und man auch von geliebten Dingen Abschied nehmen muss, war die Sperrmüllsammlung dieser Tage eine perfekte Möglichkeit, mich einfach und schmerzlos von meinem treuen Diener zu verabschieden.

Gesagt, getan, marschiere ich unbarmherzig mit meinem Sauger Richtung Hauseingang und will den kleinen grünen Freund abstellen, als ein Fremder gierigen Blickes meinen Dreckfresser bemerkt. Kaum abgestellt, folgt die Kontaktaufnahme: “Geht der?” Hmmm…. eigentlich eine blöde Frage, wenn ich das Ding da hin stelle, aber da ich nicht lange rumquatschen will erkläre ich dem Fremden die treuen Dienste des Schlauchmonsters und das er etwas frustriert, aber dennoch voll funktionstüchtig sei.

Auf die Frage warum ich den da hin stelle erzähle ich nichts von seinem flinken Nachfolger, sondern von der Tragik, dass es keine Beutel mehr im Handel gibt. Nach einem halblauten Grunzer nimmt er das Teil, macht kehrt und verschwindet in der Dunkelheit. Mit traurigen Augen sehe ich meinem Sauger nach und hoffe er wird ein schönes neues aber ordentlich verdrecktes Zuhause bekommen.

Registerhaltig mit halber Blindzeile

Der Titel klingt etwas verwirrend ist aber nach kurzer Einführung schnell erklärt: Bei dünnen Papiersorten (z.B. Zeitung) scheint oftmals die Rückseite durch, weshalb der Grafiker bemüht ist, die Zeilen bei Vorder- und Rückseite auf gleicher Höhe zu positionieren. Das Grundlinienraster hilft einem die gleiche Höhe beizubehalten.

Leider hat man oft das Problem, dass eine Leerzeile zwischen den Absätzen optisch zu weit auseinander steht, hier ist nun eine halbe Blindzeile gefragt.

Eine Lösung ist nun das Grundlinienraster des Dokumentes sehr gering einzustellen (Voreinstellungen/Raster/Grundlinienraster/Einteilung alle…); In unserem Beispiel nehmen wir 1,5 mm. Als nächstes erstellen wir ein Absatzformat und stellen unter Einzüge und Abstände im Eingabefeld Abstand nach 1 mm ein. Weiters stellen wir unter An Raster ausrichten den Optionspunkt Alle Zeilen ein.

Das Bild zeigt uns nun das fertige Ergebniss: Der Text ist am Grundlinienraster mit einem Zeilenabstand von 4,5 mm ausgerichtet. Bei einem manuellen Zeilenumbruch wird automatisch 1 mm zusätzlicher Abstand gehalten. Da wir registerhaltig sind rutscht die Zeile um eine Rasterzeile nach unten, wir haben 6 mm Zeilenabstand und somit in etwa eine halbe Blindzeile erhalten.

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Genau genommen sind wir zwar Registerhaltig, Vorder- und Rückseite sind auf diese Art der Zeilenformatierung aber nicht mehr Deckungsgleich.

Im Fachvokablur sprechen wir hier von einem Drittelzeilenregister. D.h. die Zeile beginnt auf jeder dritten Zeile des Grundlinienrasters. Nach einem Absatz wird eine zusätzliche Zeile eingeschoben, beginnt nun also nach der vierten Zeile. Die „normale“ Einstellung Am Grundlinienraster ausrichten nennt man professionell schlicht und einfach: Einzeiliger Grundlinienraster.

Tourismusprojekt „Feinstaub“

Pünktlich zum Beginn der Wintersaison ist wieder die beliebte 100er Beschränkung auf Tirols Autobahnen gültig. Unter dem Deckmantel der Feinstaubbelastung verbirgt sich der wahre Hintergrund dieser Geschwindigkeitsregulierung: Die touristische Bedürfnissbefriedigung unseres Landes.

Laut Experten wird durch eine Steigerung der Fahrtdauer das sog. „feel-well“ der Touristen beim Betrachten unserer schneebedeckten Gipfellandschaften immens erhöht. Dieser unterschwellig, psychologische Effekt steigert den Drang der Urlauber Tirol immer wieder aufs Neue besuchen zu wollen und so für den Tourismus eine dauerhafte Kundenbindung zu schaffen.

Verkehrsminister Hubert G. hat dieses Expertenwissen schon längst praktisch umgesetzt und zeigt mit einer Wiederholung des „160er Tests“ in Kärnten den umgekehrten Effekt: Die Möglichkeit ein Bundesland wegen mangelnder touristischer Ästhetik möglichst schnell durchqueren zu können.

Für Niederösterreich ist bereits eine völlige Aufhebung jeglicher Geschwindigkeitskontrollen geplant, eine Anhebung der Mindestgeschwindigkeit auf Autobahnen um unglaubliche 180 km/h ist im Gespräch, während in einigen Hochtouristikgebieten Tirols eine weitere Reduzierung auf Schrittgeschwindigkeit vorgesehen ist, in Fachkreisen „Wildschönauer Kuhschritt“ genannt.

Prozessfarben und Volltonfarben

Prozessfarben setzen sich aus den vier, im Druck geltenden, Grundfarben CMYK zusammen. Mit dieser Technik sind die meisten (normalen) Farbdarstellungen möglich. In der Produktion müssen vier Druckplatten (jede Farbe eine Platte) hergestellt werden, weshalb Einfarb- (1C) oder Zweifarbdruck (2C) wesentlich günstiger sind. Wie bastel ich nun aber ein Dokument mit nur zwei Farben?

Möglichkeit Eins ist sehr einfach: Du benutzt in InDesign nur zwei Farben mit jeweils 100% Farbwert (also 100% Cyan, Magenta oder Gelb) und sagst der Druckerei, mit welcher Farbe (meist Pantonewert) sie diese Farben ersetzen sollen.

Die andere Vorgehensweise sind Volltonfarben. Unter Fenster-Farbfelder könnt ihr neue Farbfelder definieren. Schaltet beim Farbtyp von Prozess auf Vollton und wählt unten im Farbmodus von CMYK auf Pantone. Sucht Euch eure Schmuckfarbe und fertig. Dort könnt ihr dann weitere Schmuckfarben definieren. Achtung: Bilder müssen auch in ihren Farben reduziert werden (z.b. Duplex), doch das ist eine andere Geschichte.

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Ob im Dokument mit den Farben alles ok ist könnt ihr im Preflight prüfen. Dort findet ihr in der Übersicht unter Farben- und Druckfarben wieviele Prozess- und Volltonfarben im Dokument vorkommen. Noch genauer bei der Dokumentprüfung ist der Preflight im Acrobat.

ORF mit Halloween-Special – “Der große Krach”

Armin Wolf überraschte uns Dienstag abend um 22:30 Uhr durch ein spontanenes Halloween-Special mit dem lustigen Politikkabarett Namens “Der große Krach”. Die unterbrochenen Koalitionsfestspiele bringen uns die Wiederaufführung des Pumuckl Klassikers am runden Tisch und überzeugen mit spontanen Einfällen und großen Ideen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen.

Die kurzfristig angesetzte Inszenierung zeigt uns die, aus den Wahlen bekannt und beliebten Randgruppenkomiker H.C.S. und Peter W., brillierend in ihrer Rolle als Kain und Abel. Weiters die, bei den herbstlichen Wahl-Komödienstadeln nicht beteiligten Nachwuchsmimen Eva G. und den Polithaudegen Josef C.. Abgerundet wird das Ensemble durch Josef P., einen Vertreter der bisherigen Theaterleitung des “Hauses zur lustigen Pallas Athene”.

Das einstündige Lustspiel endet wie erwartet ohne Happy-End, dafür ist der Spannungsbogen gewohnt unsichtbar, dafür ziellos nach dem Motto “Reden um nicht essen zu müssen.”

Danke Österreich!