Tote Kuscheltiere und Schweine als Lawinendummys

anatomiemaus

Tirol ist einfach anders. Als wunderbares Tourismusland müssen wir unsere Wintersportgäste natürlich auch vor den Gefahren der wilden Natur schützen.

Jedes Jahr kommen viele Tourengeher und Schifahrer bei Lawinenunglücken ums Leben. Grund genug für Forscher der Innsbrucker Uniklinik 29 Schweine auf Schitour ins Ötztal zu schicken um dabei tragisch zu verunglücken.

Die an Messgeräte angeschlossenen Grunztiere werde durch eine künstliche Lawine verschüttet und bei ihrem langsamen Experimentaltod beobachtet und vermessen. Die Forscher versprechen sich Erkentnisse über die Überlebenschancen unter Lawinen.

Wenigstens sterben die Schweine für die gute Sache. Jährlich landen Millionen Tierchen als leckere Wiener Schnitzel, Rippelen, Stelzen und Kotelettes auf unseren Mittagstischen und lächerliche 29 sterben für die Lawinenforschung. Wahrscheinlich weniger als in nur fünf Minuten am Oktoberfest verspeist werden.

Das Experiment wurde inzwischen wegen massiver Proteste der Tierschützer (wahrscheinlich keine Tourengeher) eingestellt, den Schweinen wurde ein glückliches Leben bei der Tierschutzorganisation vier Pfoten angeboten. Voerst werden sie wohl noch von einem Greenpeace Kriseninterventionsteam betreut. International hat der Fall Tirol jedenfalls eine extrem sympathische und tolle PR gebracht. Die Tirol Werbung wird jubeln.

Die Forscher der Uniklinik Innsbruck haben sich inzwischen wahrscheinlich zum Apres-Ski verzogen, oder sitzen bei einer saftigen Schweinsstelze. Mahlzeit.

Bei grundsätzlichem Interesse an sezierten Kuscheltieren empfehlen wir die Strickanatomiewerke der worldfamousdesignjunkies. Viel Spaß.

Haben wir so was ähnliches nicht schon mal hier geschrieben:

Kommentare

  1. Verdammt, jetzt hab ich Hunger! Tierschützern sind solche Faxen egal? Die sind doch normal sofort zur Stelle…