Lektion 10: Fit in 800 Seiten

Pimp my BMI: Mit dem Mountainbike am See

Ich habe es bereits das zweite Mal in einer Woche geschafft, Zeit zum Radfahren zu finden. Auslöser dieser Fitnessattacke sind mehrere Erkenntnisse:

  1. Mein BMI (Body-Mass-Index nicht Bundeministerium für Inneres) ist nicht mehr akzeptabel!  
  2. Der Stoffwechsel bei mittelälteren Herren verlangsamt sich rapide.
  3. Meine kulinarischen Gewohnheiten sind 80% inakzeptabel – 20% ok.  
  4. Meine intellektuellen Sensoren verstumpfen zusehends.

Soweit zum groben Stand der Dinge. Im Grunde ist alles nicht ganz so schlimm. Man wird einfach älter und das ist auch ok so. Positiv zu erwähnen ist die ruhigere Gesamtstimmung und der größere Erfahrungsschatz an Lebensweisheiten. Man kennt einfach schon sehr viel und erspart sich so einiges an Überraschungen.

Wie schon irgendwo auf dieser Seite geschrieben, ist der Arbeits-, Redaktions- und Familientag derart prall gefüllt, dass „Eigenzeit“ sehr rar ist. Die einzig mögliche Eigenzeit, abends, ist mangels Energie mit Sofasitzen und passiver TV-Beschallung gefüllt. Um den Händen Bewegung zu verschaffen sind griffbereit Knabbereien bereit gestellt. So lässt es sich durchaus leben, aber nicht auf Dauer.

Zustand: Präadipositas!

Die Erkenntnis meines steigenden BMI zwingt zu Handlungen. Ich bin bereits im Zustand: Präadipositas. Das geht gar nicht!!! Das Normalgewicht liegt zwischen 18,5 – < 25 BMI. Da bin ich mit aktuellen 26,3 BMI drüber, da muss ich drunter. Mein Ziel: 21,75. Ich habe einfach den Mittelwert des Normal-BMI genommen. Mann muss ja nicht übertreiben und so sollte es passen, denke ich.

Da es leider nicht zu erwarten ist, dass ich noch wachse, muss ich den anderen Faktor des BMI verändern: Das Gewicht. Da muss mehr Bewegung und weniger Frittenkram rein! Ist leider so. Zudem gehört in einen gesunden Körper ein gesunder Geist, Zeit einen Ausgleich in der Literatur zu suchen. Ungelesene Bücher gibt es zuhauf.

Kurze Ergänzung zu Punkt 3., meine Ernährung: Ich esse nichts und wenn dann Kübelweise zur falschen Zeit. Konkret: In der Früh gibt es Kaffee; am Vormittag zusätzlich noch zweimal Kaffee. Mittags: Eventuell Kaffee, wenn ein Kunde kommt. Essen bis dorthin? Nein. Viel zu häufig gibt es die erste feste Mahlzeit dann erst Abends. Dafür dann sehr, sehr viel. Später folgen oft salzige Knabbereien. Das kann sicher nicht gesund sein auf Dauer. 

Was früher der jugendliche Stoffwechsel korrigierte ist jetzt nicht mehr möglich: Früher reichte es ein paar Monate seine Ernährung zu korrigieren und alles war wieder ok. Das geht jetzt nicht mehr. Das zusätzliche Zeug um den Bauch geht nicht mehr von selber weg! Das ist blöd, aber der gealterte Stoffwechsel sieht keinen Grund mehr das Ding vor meinem Bauch abzumontieren. Leider. 

Mein Weg zum idealen BMI

Dies führt zu meinem Projekt: Fit in 800 Seiten. Es kann durchaus ein ordentlicher Wälzer sein, um der benötigten Fitness die nötige Zeit zu geben. Das passende Buch ist bereits gefunden. Ich habe keine Ahnung, wie lange ich dafür brauchen werde, aber es ist zumindest ein netter Versuch, dem Alltag eine neue Facette zu geben. Die Kombination: Geistige Fitness und körperliche Fitness halte ich für äußerst passend. Jetzt heißt es nur noch eine ordentliche Schaufel Motivation darauf zu werfen. Der Plan wäre nach jeder Trainingseinheit auch eine ordentliche Leseetappe zu schaffen. Das passt ganz gut zusammen. 

Aktueller Stand: 26,3 BMI – 34/800 Seiten
Ziel: 21,75 BMI – 800/800 Seiten

Da sowohl Regelmäßigkeit als auch Eigenmotivation erfahrungsgemäß nicht meine Stärke sind, gibt es auch keine große Ankündigung, wann ich wieder über dieses Projekt schreiben werde. Wenn es mir gelingt, werde ich mit Trompeten und Fanfaren meinen Erfolg verkünden. Wenn ich scheitere, werde ich bei den nächsten Motivationsanläufen Kleinlaut und mit Wehmut auf diesen Artikel hier blicken und mir denken: Zumindest habe ich mich hier ordentlich mit dem Thema beschäftigt.

Wir werden sehen.

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